Der weltbekannte Emailleur 

Die Schaffenskraft von Hans-Georg Andres erreicht ihren Höhepunkt mit dem Brennen wunderbarer Emaillebilder, die die Betrachter immer wieder begeistern. Unermüdlich steht der Künstler jetzt am großen Brennofen und probiert neue Untergründe, neue Techniken und neue Farben aus.

Die besondere Emailliertechnik

Als Untergrund dienen industriell vor-emaillierte Stahlbleche. Die schwarze Farbe wird teilweise in die Bilder integriert. Mittels einer großen Blechschere oder eines Winkelschleifers werden die Bleche zugeschnitten.

Auf dem Arbeitstisch finden sich die Emaillefarben in ausgedienten Milchtüten, diverse selbstgeschnittene Papier-Schablonen und das berühmte Teesieb.

Das große Problem beim Emaillieren ist die Tatsache, dass die zu streuenden Pulver eine ganz andere Farbe haben als das gebrannte Emaille. Deshalb sind besonders viel Erfahrung und ein gutes Vorstellungsvermögen notwendig für überzeugende Ergebnisse.

Da die Emaille-Pulver nicht gemischt werden können, muss der Künstler viele fertige Farben vorrätig halten - bei Hans-Georg Andres sind es über 400 Farbtöne, die der Künstler überwiegend selbst hergestellt hat.

Die Emaillepulver werden in ein Teesieb gefüllt und vorsichtig klopfend auf dem Stahlblech verteilt. Positive und negative Schablonen ermöglichen scharfe Formen. Auch wird das Pulver mit kleinen Pappstreifen zusammengeschoben und geformt. Sauberes Arbeiten ist Voraussetzung, den verschmutztes Emaille ist unbrauchbar.


Nach dem Auftragen des Emaille-Pulvers folgt der erste Brand bei ca 1200°C. Bis zu einer Größe von 40 x 50 cm konnte Hans-Georg Andres im eigenen Brennofen brennen. Die großen Werke brannte er in einem Industrieofen in Bünde/Westf..

Für den Transport hatte er sich eine raffinierte Technik ausgedacht. Er übersprühte die großen, mit Pulver bestreuten Platten mit verdünntem Tapetenkleister und konnte so viele Platten in seinem Kombi transportieren. Der Kleister verbrannte beim Brennen rückstandslos.

Ein Platte musste bis zu fünf Bränden über sich ergehen lassen, bis sie dem Meister gefiel. Dabei gab es leider auch unkontrollierbare Verbrennungen und einen relativ hohen Prozentsatz an Ausschuss.

Bis zu den endgültigen Werken gab es noch eine weitere Schwierigkeit. Der mehrfache Brand führte zu Verwölbungen der Stahlplatte, die nur durch aufwändige Maßnahmen zu beseitigen waren. Erst danach konnten die schönen Kunstwerke gerahmt werden.

Es ist ein langer Weg bis zum fertigen Kunstwerk. Dafür sind die Emaille-Bilder aber auch für die "Ewigkeit" gemacht. Sie rosten nicht, sie platzen nicht ab, sie verblassen nicht und behalten ihre strahlende Farbe über Jahrzehnte und länger.

Kleine Galerie der Emaille-Arbeiten

Anmerkung: Noch mehr als für die Landschaftsbilder gilt für die Emaille-Bilder, dass ihre Schönheit fotografisch nicht eingefangen werden kann. Man muss sie einfach gesehen haben. Wann dürfen wir Sie also im Kunst-Museum der BLAUEN LEITER begrüßen?

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